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mehr Bilder von der Demo für eine Rentenastalt für digitale Künstler


Rentenanstalt für digitale Künstler


martin.krung@krungkuene.org



(cc) Attribution-NonCommercial-ShareAlike

2004-02-14

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Abstrakt


Für digitale Kunst gibt es einen kleinen Markt: die perfekte Kopierbarkeit, die komplexen Inhalte und die schlechte Haltbarkeit erschweren den Verkauf von Werken.

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eben nicht! die schlechte haltbarkeit ist nicht als mangel zu empfinden, sondern es sind die vorteile und der eigensinn (g.schiesser) der medien auszunutzen um daraus ein angepasstes soziales system zu entwickeln. dazu gehört die unendliche vervielfältigbarkeit, die kurzlebigkeit und schnelligkeit der sprache/codes, die begrenzte nachfrage in einem kleinen markt, ... typische eigenschaften von information und medien(kunst).
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Das Rentensystem sollte, wenn schon nicht heute, so doch in der Zukunft, dem digitalen Kunstschaffenden einen Ertrag seiner Arbeit einbringen.

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das rentensystem ist zuvorderst ein soziales system und sollte auf der ebene sozialer software diskutiert werden.
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Das Rentensystem sichert den Künstler und die Künstlerin gegen die Unwägbarkeiten des Kunstmarktes ab: Ein paar Künstler und Künstlerinnen verdienen gut, während die Meisten von ihrer Arbeit kaum leben können.

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http://www.luxus4all.org/institute/Sch_f6neWirtschaft
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Was ist digitale Kunst?


Digitale Kunst ist Kunst, die nur in digitaler Form präsentiert werden kann. Sie nutzt den Computer und Computernetzwerke als Medium. Wird das Kunstwerk analog umgesetzt, gehen zentrale Aspekte der Wirkung und Aussage verloren.

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der begriff digitale kunst ist ein absurdum. niemals wird man sich annhähern können und einen gemeinsamen nenner finden können. viel eher ist ein link zu schaffen zu verybusy.org, runme.org oder ähnlichen projekten.
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Digitale Kunst grenzt sich klar ab von der Computer Generierten Kunst, welche den Computer als Werkzeug einsetzt und deren Werke ohne Bedeutungsverluste in analoge Form überführt werden kann.

Eine zentrale Qualität der digitalen Kunst ist die Möglichkeit des Besuchers, mit dem Kunstwerk interagieren zu können. Um diese Interaktivität zu bewerkstelligen, bestehen die Arbeiten zumindest Teilweise aus Software.

Die Digitale Kunst zeichnet sich durch die unendliche Kopierbarkeit und das nicht vorhanden sein eines Originales aus. Digitale Kunst kommt, abgesehen von herkömmlichen Ein/Ausgabegeräte wie Tastatur, Maus, Monitor und Lautsprecher, ohne spezielle Geräte und Sensoren aus. Durch ihre perfekte Kopierbarkeit und die universelle Hardware grenzt sich die Digitale Kunst gegenüber der computer-gestützten Installationen ab.



Kunstmarkt und Digitale Kunst heute


Ausgenommen von Wettbewerben an Festivals und Stipendien gibt es für digitale KünstlerInnen keine Einnahmen, denn ein freier Markt existiert nicht.

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die folgenden Gründe sind als die oben beschriebenen Vorteile auszuführen:
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Die Gründe dazu sind vielfältig:

Verlust des Originales

Weil Digitales identisch kopierbar ist, gibt es kein Original.

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das ist doch super. wo ist das problem? ein soziales system, dass künstliche originale produziert kann in diesem zusammenhang nicht erfolgreich sein.
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Es gibt unendlich viele Kopien

Der Wert eines Werkes sinkt, je mehr Kopien davon hergestellte werden. Beim digitalen Werk gibt es potenziell unendlich viele Kopien die beinahe kostenlos zu erstellen sind.

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ja, warum nicht einfach kostenlose kopien erstellen und distribuieren, distribuieren, distribuieren.
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Digitales ist schlecht haltbar

Weil digitale Werke immer an Betriebssysteme und Software gebunden sind, die wiederum von bestimmten Hardwareplattformen abhängen, ist Digitales schlecht haltbar. Software entwickelt sich rasch weiter und Hardware ist chemisch instabil und geht schnell kaputt.

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conservix bietet einen service, mit dem medienkunst haltbar gemacht werden kann. ein wahnsinnig tolles service, für das künstler und kulturarbeiter bereit sein werden zu zahlen.

Digitales taugt nicht zur Wertanlage

Der Hauptgrund zum Kauf eines Kunstwerkes ist die Anziehungskraft die ein Werk ausstrahlt. Neben diesem irrationalen Grund gibt es aber auch einen rationale Grund:
Ein Kunstwerk ist ein Gegenstand, der keinem Wertzerfall unterliegt. Viele Werke verzeichnen mit zunehmendem Alter sogar einen Wertzuwachs. Digitale Werke verhalten sich da mehr wie Lebensmittel: Sie zerfallen rasch.

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deswegen ist ihr einziger wert in der verwendbarkeit und ausweitung der handlungsfähigkeit und wahrnehmung. wer sich programme anschaut, die vor 5 jahren neu auf den markt (welchenauchimmer) kamen, der kann nur mehr darüber lächeln. Hier ist kein Wertzuwachs zu erwarten (THESE!!!)
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Die Präsentation ist schwierig

Digitale Werke werden auf einem Computer dargestellt. Für viele Leute ist der Computer ein magisches Ding. Sie benutzen ihn, weil das heute so üblich ist und verstehen nicht, was in einem Computer abläuft. Diese Unsicherheit gegenüber dem Computer verhindert häufig eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Inhalt einer Arbeit.

Der überhöhte Respekt gegenüber der digitalen Kunst ist fehl am Platz. Wie bei der bildenden Kunst geht es auch in der Digitalen Kunst um Inhalte. Um die Inhalte zu begreifen, reicht ein Grundwissen über das Medium vollauf, ein vertieftes Verständnis für die Technik ist nicht nötig.

Digitale Kunst ist komplex

Arbeiten, die mit dem komplexen Werkzeug Computer erzeugt werden, tendieren dazu auch inhaltlich komplex zu sein. Ein Grund dafür ist aber auch, dass digitale Kunst von einem kleinen Zirkel rezipiert wird. Vielfach werden Kunstwerke für diese Zielgruppe produziert, was zur Folge hat, dass sie hinreichend komplex sein müssen, damit sie überhaupt als innovativ akzeptiert werden.



Die Zukunft


Das ganze Rentensystem basiert auf der Annahme, dass es in Zukunft einen Markt für digitale Kunst geben wird und vernünftige Preise bezahlt werden.

Mehrere Gründe bewegen mich zu dieser Einschätzung:

Die Kunst hat die Aufgabe, die jeweilige Zeit, in der sie geschaffen wurde, zu repräsentieren. Digitale Kunst aus den Anfängen der Digitalisierung wird wichtig sein, weil sie diese Zeit und die dadurch ausgelöste gesellschaftliche Veränderung repräsentiert.

Digitales wird als eigenständige Kunstrichtung akzeptiert sein. Damit steigt auch die Zahl der potenziellen Käufer und die Nachfrage nach alten Werken steigt.

Alte digitale Kunstwerke werden wegen ihrer schlechten Haltbarkeit eine extreme Mangelware sein. Durch das kleine Angebot wird für die noch existierenden Werke hohe Preise bezahlt.



Die Rentenanstalt für digitale Künstler


Um auch dem digitalen Künstler und der digitalen Künstlerin einen Ertrag durch ihre Werke zu ermöglichen, wird eine Rentenanstalt für digitale Künstler gegründet.

Die Rentenanstalt verfolgt diese Ziele:

-Den digitalen KünstlerInnen und den KonservatorInnen?, wenn noch nicht heute, so doch in Zukunft einen finanziellen Ertrag zu ermöglichen.

-Die Dynamik eines Kunstmarktes, auszugleichen, der ein paar KünstlerInnen gut verdienen lässt, während dem die Meisten von ihren Werken kaum leben können.

-Die Kunstschaffenden an der Wertzunahme ihrer Werke teilhaben zu lassen, von dem sie, haben sie ihr Werk einmal verkauft, normalerweise ausgeschlossen bleiben.

-Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit auf die Tatsache, dass digitale Werke schlecht haltbar sind und somit ein Kulturverlust droht.

-Die Förderung der Konservierung von digitalen Werken durch Kapselung von Betriebssystem, Software und Projekt. Mehr zur Konservierungsmethode unter www.conservix.org



Wie funktioniert das Rentensystem ?


Statt mit Geld, wie bei einer normalen Vorsorgekasse, bezahlt der Künstler oder die Künstlerin mit einem Werk.

Eine von den Beitragszahlern bestimmte Jury schätzt den Wert der Arbeit in einem Einheitsmass.

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über ein mass der information nachzudenken ist interessant, solange es keines gibt, kann man kein soziales system darauf aufbauen. entscheidend sind die hits und einsatzbereiche JETZT. nur so kann die sozialität der software gemessen werden.
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Der Künstler oder die Künstlerin tritt das Verwertungsrecht eines Werkes an die digitale Rentenanstalt ab. Die Rentenanstalt stellt das Werk unter die Rentenlizenz.

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die adäquate lizenz in diesem zusammenhang ist eine offene lizenz, um den verwendeten programmen gerecht zu werden, grösstmögliche publizität zu gewährleisten, zu kopieren und zu klonen. Dieser soziale Faktor muss gemessen werden, um ihn später in die soziale software eines rentensystems einfliessen zu lassen.
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Die Rentenlizenz ist wie eine Softwarelizenz aufgebaut. Sie macht die kommerzielle Nutzung des Kunstwerkes kostenpflichtig.

Die Verwertungsrechte sind unverkäuflich und bleiben im Besitz der Rentenanstalt. Ein Käufer des Werkes besitzt nicht die Arbeit, sondern wie bei einer Software üblich, nur bestimmte Nutzungsrechte.

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DIGI-TALE finde ich besser als Rentenanstalt oder CONSERVIX, sowie die soziale software (sprich das tool der rentenanstalt)
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Wird die Arbeit kommerziell genutzt, wird eine Lizenzgebühr fällig. Das nicht kommerzielle Benutzen, das Kopieren und Weiterverbreiten der Arbeit ist erlaubt.

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hier stehts ja, aber es muss nicht nur erlaubt sein, es muss gefördert werden mit workshops, information und lobbying.
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Wenn jemand ein digitales Werk mit der Conservix-Methode für einen Künstler oder eine Künstlern konserviert, so wird auch seine Arbeitsleistung als Beitrag an die Kasse gezählt. Der Konservator oder die Konservatorin erhält ebenfalls einen Rentenanteil. Dies ist nötig, weil der Künstler oder die Künstlerin so kein Geld für die Konservierung aufbieten muss.


Die digitale Rentenanstalt übernimmt folgende Aufgaben:

-Die Renten jährlich wiederkehrend auszuschütten.

-Die Lizenzgebühren einzutreiben.

-Eine Jury zur Beurteilung der Arbeitsleistung zur Wahl vorzuschlagen.

-KünstlerInnen und KonservatorInnen? zusammenzubringen und Know-How über die Konservierung von digitaler Kunst zu vermitteln.

-Ein Archiv für alle Werke zu betreiben und die Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.



Warum es sich für einen digitalen Künstler lohnt mitzumachen:


-Es gibt keinen Markt für digitale Kunst. Ein Ertrag ist darum heute nicht realisierbar. In Zukunft vielleicht schon.

-Auch wenn der Kunstschaffende qualitativ hochstehende Arbeiten macht, weiss er nicht, ob er je Erfolg haben wird. Durch das Rentensystem verliert er zwar einen Teil eines potenziellen Ertrages, wird dafür aber am Erfolg anderer Künstler beteiligt.

-Der Künstler ist normalerweise ausgeschlossen von der Wertsteigerung seiner Werke. Das Rentensystem ermöglicht es, durch die Rentenlizenz von dieser Wertsteigerung zu profitieren.

-Der digitale Künstler und die digitale Künstlerin bekommt durch das vorhandene Konservierungs-Know-How der Rentenanstalt die Möglichkeit, seine Arbeit zu konservieren und damit sein Oeuvre zu bewahren.

-Die Rentenanstalt übernimmt die Promovierung, Archivierung der Werke und das Eintreiben der Lizenzgebühren.

Der Rentenschlüssel

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Direktzahlungen an den Urheber oder die Urheberin

Ein Künstler oder ein Künstlerin, deren Werke sich in Zukunft als erfolgreich herausstellen, soll davon auch profitieren. Das Ganze ist so aufgebaut, das ein Autor oder eine Autorin erfolgreicher Werke mehr Rente erhält als ein erfolgloser Künstler oder erfolglose Künstlerin.

25 Prozent des Ertrages eines Werkes werden an den Künstler oder die Künstlerin und dessen Konservator oder Konservatorin ausgeschüttet. 20 Prozent davon erhält der Künstler oder die Künstlerin und 5 Prozent daovn der Konservator oder die Konservatorin.

Ohne Direktzahlungen funktioniert dieses System nicht. Der finanzielle Anreiz ist nötig, da sonst bei einem solchen System keine KünstlerIn mitmachen würden, die denken, dass sie einmal Erfolg haben werden.

Verwaltung

Wie jede Rentenanstalt benötigt auch die digitale Rentenanstalt Gelder, um ihre diverse Aufgaben wahrzunehmen. Vorgesehen sind 25 Prozent der Gesamt-einnahmen. Da das Ziel der digitalen Rentenanstalt nicht darin besteht Profit zu machen, werden überschüssigen Geldmittel direkt den Renten zugeschlagen.

Renten

Die restlichen 50 Prozent der Einnahmen sind für die Renten bestimmt. 40 Prozent davon gehen an die Künstler und Künstlerinnen, wobei sich die Höhe der Rente am Umfang der eingereichten Arbeiten misst. Die restlichen 10 Prozent sind für die KonservatorInnen? bestimmt, die so für ihre Arbeit entlohnt werden.