Einführung

Museen, Institutionen und Künstler, die digitale Kunst archivieren, stehen alle vor einem Problem: Digitale Werke sind schlecht haltbar.

 

Es ist nicht so, dass digitale Datenträger an und für sich schnell kaputt gehen. Eine qualitativ gute CD-Rom sollte noch nach 100 Jahren fehlerfrei lesbar sein. Der CD-Rom Hersteller MAM-E garantiert sogar eine Datensicherheit von 200 Jahren. [1]

 

Diese Zeiträume werden aber nur bei optimalen Lagerbedingungen erreicht: In einem lichtgeschützten und staubfreien Archiv, bei gleich bleibender Temperatur zwischen 10 bis 25 °C und einer maximalen Luftfeuchtigkeit von 50%. [2]

 

Die begrenzte Haltbarkeit der Datenträger erschwert also nur eine Archivierung über lange Zeiträume. Dieses Problem kann durch umkopieren auf neue Datenträger, durch Refreshing, überwunden werden.

 

Die wirkliche Problematik der Haltbarkeit liegt aber bei der Soft- und Hardware, welche zum Lesen und Darstellen der Daten benutzt wird. [3]

 

Software entwickelt sich stetig weiter und gerade bei weit verbreiteten proprietären Dateiformaten ist die Rückwärtskompatibilität der Software selten über mehrere Versionen vorhanden. [4]

 

Auch die Hardware entwickelt sich rasant: wer von uns arbeitet schon mit einem Computer, der älter als fünf Jahre ist ?

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[1] Technical specifications of MAM-E Gold Ultra: www.mam-e.com/public/us/web/s_ultra.phml

[2] AWV-Arbeitsgemeinschaft für wirtschafliche Verwaltung: Sicherheit, Haltbarkeit und Beschaffenheit optischer Speichermedien. S.38-39

[3] Jeff Rothenberg : Digital Information Lasts Forever - Or Five Years, Whichever Comes First : www.amibusiness.com/dps/rothenberg-arma.pdf

[4] Tony Hendley: Comparison of Methods of Ditigal Preservation. S.12

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